Postulat zur Gesundheit von LGB-Personen auf gutem Weg

Medienmitteilung der Lesbenorganisation Schweiz (LOS)

Der Bundesrat hat gestern das von SP-Nationalrätin Samira Marti im vergangenen März eingereichte Postulat beantwortet. Die Vorlage ist für die Gesundheit von Lesben, Schwulen und Bisexuellen (LGB) Menschen in der Schweiz von entscheidender Bedeutung. Der Bundesrat empfiehlt erfreulicherweise die Annahme des Postulats.

Die SP-Nationalrätin Samira Marti aus Basel-Landschaft hat im März ein Postulat eingereicht, mit welchem sie die Analyse der vom Statistischen Bundesamt erhobenen Gesundheitsdaten von LGB-Personen verlangt. Die Annahme dieser für die homo- und bisexuelle Gemeinschaft sehr wichtigen Vorlage würde es ermöglichen, diejenigen Gesundheitsbereiche festzustellen, in welchen sich für die betroffenen Menschen Verbesserungen besonders aufdrängen.

Die Lesbenorganisation Schweiz (LOS) freut sich über den heutigen vorläufigen Erfolg. Positive Antworten des Bundesrates zu LGB-Themen waren in den letzten Jahren rar. „Diese Antwort des Bundesrates zeugt von einer positiven Entwicklung in der Schweiz“, sagt Salome Zimmermann, Co-Präsidentin der LOS. „Dies zeigt uns, dass LGB-Vorlagen endlich Erfolgschancen haben. Zudem ist die Antwort des Bundesrates für uns ein wichtiges Signal für die Gleichstellung von LGB-Personen auf rechtlicher und gesellschaftlicher Ebene“.

„Verschiedene internationale Studien haben gezeigt, dass die Gesundheit von LGB-Menschen schlechter ist als diejenige von Heterosexuellen und dass LGB-Menschen einen schlechteren Zugang zu den Gesundheitsinstitutionen haben“ vervollständigt Samira Marti. „Wir sind erleichtert, dass der Bundesrat versteht, dass der Handlungsbedarf gross ist und hoffen, dass auch eine große Mehrheit des Nationalrats dieses Anliegen ernst nimmt.“

Hier finden sie weitere Informationen zum Postulat.


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